Angriff auf Carloft-Haus: Linksextremistischer Terror

„Leben und Lebenlassen“ gibt es nicht in Kreuzberg. Wenn linksextreme Aktivisten beschließen, dass ein Carloft-Haus unerhörter Luxus ist, dann verliert dieses Haus seine Daseinsberechtigung. Folglich darf dem Besitzer und den Bewohnern dann auch mit allen Mitteln gezeigt werden, dass ihre Anwesenheit nicht erwünscht ist. Adäquate Mittel, das sind in diesem Fall Farbbomben, Nebelkerzen und Pflastersteine. Das Carloft-Haus in der Liegnitzer Straße in Kreuzberg ist in der Nacht zum Montag nun zum wiederholten Mal Ziel eines solchen Winkes mit dem Zaunpfahl geworden. Fensterscheiben gingen zu Bruch, Autos wurden mit Farbe und Steinen beschädigt. Dass teilweise schlafende Kinder in ihren Betten nur aufgrund elastischer Folien vor den Fenstern nicht von Steinen getroffen wurden, wurde wohl billigend in Kauf genommen – der guten Sache wegen. Zusätzlich wurden parkende Autos beschädigt, die in keinem offensichtlichen Zusammenhang zum Carloft standen: ein weiterer Hinweis auf die blinde Irrationalität der Täter.

Recht auf Leben, Unverletzbarkeit der Wohnung, Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Eigentumsrechte? Selbstjustiz scheint wichtiger als Rechtstaatlichkeit. Die Polizei geht von einem linksextremistischen Umfeld aus, weshalb nun der Staatsschutz ermittelt. Überraschend inaktiv blieben hingegen Landespolitiker der Linken, Grünen und Piraten. Eine gleichmäßig ablehnende Haltung zum Links- wie auch Rechtsextremismus, eine liberale Haltung hinsichtlich individueller Lebensentwürfe der Bürger: Friedrichshain-Kreuzberg lässt dies schmerzlich vermissen. Das Klima gegenüber Menschen, die sich nicht in den linksgrünen alternativen Habitus eingliedern, ist wieder einmal kälter geworden.

Marlene Miersch

 

Weitere Informationen:

Ich traf die Familie hinter den Trümmer-Scheiben

Linke Täter vermutet – Alle schauen weg

Vermummte werfen Farbbeutel und Steine gegen Carloft-Haus

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*