Der Juli in Friedrichshain-Kreuzberg

Parkplätze gibt es mehr denn je in Friedrichshain - aber kaum Plaketten für die Anwohner

Parkplätze gibt es mehr denn je in Friedrichshain – aber kaum Plaketten für die Anwohner

Zwei Themen dominierten das Geschehen im Juli in Friedrichshain-Kreuzberg: Zum einen das Theater um die Gerhard-Hauptmann-Schule, zum anderen die Bezirksverwaltung, die gleich vor zwei Aufgaben mehr oder weniger kapitulieren musste: Vor der wenig überraschend großen Zahl an Menschen, die zur Ferienzeit einen neuen Ausweis oder Reisepass benötigen und vor der ebenso leicht zu prognostizierenden Zahl an Einheimischen, die eine Plakette für die neuen Parkraumbewirtschaftungszonen in Friedrichshain beantragt haben. Für Tausende Friedrichshainer und Kreuzberger bedeutete all dies Ärger im Übermaß. Es ist schon schwer verständlich, wenn man frühzeitig eine Parkgenehmigung beantragt, sie nicht rechtzeitig erhält und dann auch noch geraten bekommt, vorerst „das Auto doch einfach außerhalb der Zonen zu parken.“ Von personellen Engpässen beim Knöllchenschreiben wurde dagegen nichts bekannt. Über eine Woche harrten Flüchtlinge auf dem Dach der Gerhart-Hauptmann-Schule aus. Nachdem sie sich mit dem Bezirk auf ein Bleiben verständigt haben, will der Senat aber nicht für die Kosten der Unterbringung aufkommen. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg muss nach Auffassung des Senats die Unterkunfts- und Lebenshaltungskosten für alle Flüchtlinge aus der Gerhart-Hauptmann-Schule tragen, der Polizeieinsatz geht jedenfalls zu Lasten Berlins. Auch das Theater um Stadtrat Hans Panhoff ist noch nicht beendet, dem die FDP Friedrichshain-Kreuzberg den Rücken gestärkt hatte. An anderer Stelle geht es dagegen ohne den zu erwartenden Wirbel voran: Nach langer Planung rückt die Bebauung des Freudenberg-Areals in Friedrichshain näher, gelegen zwischen Boxhagener Straße, Holteistraße und Weserstraße. Für das Gelände liegt jetzt ein positiver Bauvorbescheid vor.

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