Heiß umkämpfte Brachen und Grundstücke im Bezirk: Neuigkeiten und Altbekanntes

Wenig Bautätigkeit im Bezirk (Foto: Hans Braxmeier, CC0 Public Domain)

Wenig Bautätigkeit im Bezirk (Foto: Hans Braxmeier, CC0 Public Domain)

Der Verkauf des Dragoner-Areals in Kreuzberg (bisher im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Bima) an den Höchstbietenden wurde durch den Bundesrat zunächst gestoppt – eine Diskussion über die staatliche Grundstückspolitik ist auch bitter nötig. Im Juni soll der Verkauf im Juni erneut auf die Tagesordnung gelangen. Bis dahin muss dringend darüber nachgedacht werden, eine gemeinwohlorientierte Verkaufspolitik (sprich eine Vergabe nach Planungskonzept) dem undifferenzierten Verkauf nach Höchstpreis vorzuziehen und so den betroffenen Kommunen einen größeren Handlungs- und Gestaltungsspielraum zu eröffnen (Morgenpost).

Auch bezüglich des RAW-Geländes in Friedrichshain gibt es zur großen Überraschung Neuigkeiten: Die neuen Eigentümer haben dem Wunsch des Bezirks sowie vieler Anwohner und Nutzer entsprochen und wollen dort nun doch keine Wohnungen errichten. Vielmehr soll das Gelände „seine DNA behalten“ (Besitzer Lauritz Kurth, Morgenpost), die ansässige Kultur solle erhalten und gefördert werden. Außer den wohnungssuchenden Neuzuzüglern sind also ausnahmsweise einmal alle glücklich.

Für Freudenberg-Areal und SEZ-Gelände gilt hingegen: alles wie gehabt. Trotz anständigen Planungskonzepts wird das Freudenberg-Bauvorhaben weiterhin von allen Fronten torpediert (Bezirk, Naturfreunde, Einwohnerinitiative, Bürgerbegehren) (Abendblatt), bezüglich des SEZ herrscht weiterhin völlige Ratlosigkeit (Berliner Woche).