„Die neue FDP von Berlin-X-Hain“. Presseschau April

Thomas Sattelberger und Bernd Schlömer. Bild: Tina Merkau / Stiftung für die Freiheit

Bei unserem ersten Wahlkampf-Workshop hatten wir einen unerwarteten Teilnehmer zu Gast. Der Historiker Götz Aly wollte für seine wöchentliche Kolumne in der Berliner Zeitung einmal unseren Verband unter die Lupe nehmen – und setzt unsere Aktivitäten auch in den bezirksspezifischen Kontext: „Mal linksautoritär, mal kindisch regieren die Grünen den Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Doch formieren sich interessante politische Gegenkräfte. Denn ausgerechnet dort diskutiert jetzt der mit frischem Personal bestückte Bezirksverband der FDP den Entwurf seines Kommunalen Programms für die nächsten Wahlen. Darin wird Friedrichshain-Kreuzberg als ‚gesellschaftliches Labor des Landes‘, als ‚vielfältig, weltoffen und multilingual‘ beschrieben. Die Autoren des Programms sind um die 35 Jahre alt, pflegen angenehme Umgangsformen und repräsentieren ein lebenslustiges, pragmatisches, veränderungsfreudiges Berlin.“ Lesen Sie hier den vollständigen Artikel „Warum die FDP in Friedrichshain-Kreuzberg einen zweiten Blick wert ist“.

So erfreulich die Fremdwahrnehmung von und für uns ist, so unsouverän reagierten die Bezirksgrünen auf diesen Kommentar Alys. Tatsächlich schrieb der Fraktionsvorstand der Grünen einen Leserbrief und wünschen sich als treue Leserinnen und Leser von der Berliner Zeitung, diese möge „derartige Beiträge künftig […] noch besser, gar nicht erst abdrucken“. Aber machen Sie sich selbst einen Eindruck vom gesamten Leserbrief in der Berliner Zeitung.

Nehmen wir es mal als Kompliment und blättern weiter durch die Zeitungen. Im Magazin „liberal – Debatten zur Freiheit“ gab unser Spitzenkandidat Bernd Schlömer ein Doppelinterview mit dem ehem. Personalvorstand der Deutschen Telekom, Thomas Stattelberger gegeben. Beide sprachen mit David Harnasch über den Wandel der Partei zu einer Beteiligungsplattform, den Wert von Bildung und die Verlockungen der Digitalisierung.

Im Vorfeld des FDP-Bundesparteitags in Berlin gab Schlömer der Stuttgarter Zeitung ein Interview, in dem er u.a. beschreibt, warum sein Eintritt kein Einzelfall ist: „Das Engagement ehemaliger Piraten in der FDP hat sicherlich auch mit der von Christian Lindner vollzogenen Trendwende zu tun, die freien Demokraten für ein breiteres Themenfeld zu öffnen und neues Personal aufzubauen.“ In der allgemeinen Berichterstattung wird sein Engagement für die Freien Demokraten als wichtige Stärkung des inhaltlichen Profils beim Thema Digitalisierung wahrgenommen: „Die FDP kann den neuen digitalen Mittelstand erreichen – wenn sie ihm Konzepte anbietet. Dass zwei frühere führende (und der Sache, nicht dem Krawall verpflichtete) Piratenpolitiker – Bernd Schlömer und Sebastian Nerz – vor geraumer Zeit zur FDP gefunden haben, stärkt das Profil der Partei.“ (Spiegel Online) Ähnlich sieht aus auch n-tv: „Plötzlich treten wieder Unternehmer in die Partei ein, sogar prominente Politiker wie der einstige Piratenchef Bernd Schlömer.“

Und die Beobachtung von Thorsten Jungholt (Die Welt) wäre vielleicht gemeinsam bei nächster Gelegenheit zu interpretieren: „Es sind eher unscheinbare Szenen, die eine Antwort auf diese Frage liefern. Da ist die mit Bernd Schlömer. Es ist sein erster FDP-Parteitag, er ist Neumitglied, früher war er Vorsitzender der Piraten. Sein erster Eindruck: Schlömer staunt, dass er neben seinem Parteitagsausweis gleich noch zwei Wertmarken für warme Mahlzeiten bekommen hat.“