Carl Grouwet: Unser Kandidat für Europa

Auf unserem Bezirksausschuss im April 2018 haben wir Carl Grouwet als Kandidaten zur Europawahl aufgestellt. Der gebürtige Belgier will bei den Wahlen in das Europäische Parlament gewählt werden. Um seine Chancen zu erhöhen und einen möglichst guten Platz auf der FDP-Kandidatenliste, der sogenannten Bundesliste zu erreichen, tritt der in Berlin lebende Freidemokrat und überzeugte Europäer nun im Rennen um den Berliner Spitzenkandidaten zur Europawahl an, der am 2. November auf einem Sonderparteitag der FDP Berlin nominiert wird.

Liberaler aus Tradition

Carl blickt auf eine lange Tradition bei den Liberalen zurück: Schon während des Studiums an der Vrije Universiteit Brussel engagierte er sich bei den Liberalen Studenten und als Studentenvertreter. 2000 trat er dann der „Open Vlaamse Liberalen en Democraten“ (open VLD) bei, in seiner Geburtsstadt Mechelen. Mechelen, das ist die Stadt, die laut der City Mayor Foundation derzeit vom „besten Bürgermeister der Welt“ regiert wird – dem Liberalen Bart Somers.

Europäer aus Überzeugung

2013 wurde Carl deutscher Staatsbürger, um bei der Bundestagswahl wählen zu dürfen. Er hat nun die belgische, deutsche und auch europäische Staatsbürgerschaft – „aus voller Überzeugung“, wie er erklärt. Weil die FDP den Wiedereinzug in den Bundestag verpasste, stellte Carl seinen Mitgliedsantrag. Einen Schritt, den er nicht bereut. „Ich hatte das Glück, durch den damaligen Bezirksvorsitzenden Richard Siebenhaar in den Ortsverband Kreuzberg und insbesondere in den Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg eingeführt zu werden“; erklärt Carl. „Bald engagierte ich mich und wurde 2015 erstmals zum Bezirksschatzmeister gewählt. Seither bin ich auch im Landesfachausschuss Kultur aktiv, wo ich seit kurzem zusätzlich Vorsitzender bin.“

Pro Bürgerrechte, pro Rechtsstaat

„Als schwuler Mann habe ich Diskriminierung und das Begrenzen von Bürgerrechten am eigenen Leib erfahren“, erzählt Carl. „Darum sind für mich die Rechtsstaatlichkeit und der Schutz des Bürgers durch Polizei und Gerichte extrem wichtig.“ Denn ohne Sicherheit gebe es keine Freiheit. Rechtsstaatlichkeit müsse daher „von der Sicherheit im Görlitzer Park bis zu den Maastrichtkriterien in Italien“ durchgesetzt werden, so Carl.

Verträgen halte Treu‘!

Im Ring der Nibelungen von Richard Wagner heiße es „Verträgen halte Treu‘! Was du bist, bist du nur durch Verträge“. Wer sie – wie Wotan – nicht einhalte, sehe seine ganze Welt vernichtet. Darum müssen wir aus Carls Sicht „klare Ansagen“ gegenüber den Ländern machen, die sich nicht an Verträge halten; „in Richtung Italien im Hinblick auf die Finanzen und noch wichtiger in Richtung Polen, Bulgarien oder Ungarn bei Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.“ Dass der studierte Betriebswirt auf Wagner verweist, ist kein Zufall: Carl war über viele Jahre kaufmännischer Direktor in mehreren Kultureinrichtungen – öffentlichen wie auch privaten. Darunter waren drei Opernhäuser Antwerpen/Gent, Brüssel, Frankfurt, die Salzburger Festspiele und der Musikverlag Peters. Nach Stationen in verschiedene Museen und bei einem IT-Dienstleister arbeitet Carl nun als Büroleiter und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Berliner FDP-Bundestagsabgeordneten Hartmut Ebbing.

Europäische Identität stärken

Der Kandidat will für eine Stärkung der europäischen Identität kämpfen – gemeinsam z.B. mit „Pulse of Europe“ bzw. ähnlichen liberal-demokratischen Initiativen. „Es gibt in Europa Politiker, die eine Ausstrahlung über ihr eigenes Land hinaus haben“, meint Carl. Das sei auch eine Chance für die FDP. Carl führt aus: „Schauen wir auf Emmanuel Macron! Seine Vorschläge decken sic zu mindestens 80 Prozent mit dem der Freien Demokraten – nur mit dem Unterschied, dass er dafür eine Mehrheit in seinem Land bekommen hat.“

Für eine Neuausrichtung der europäischen Zusammenarbeit

Es führe kein Weg vorbei an einer intensiveren Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Bei der Kontrolle und Verteidigung unserer Grenzen müssten die Europäer enger zusammenarbeiten. Der Ausbau von Frontex, der Ausbau einer Europäischen Verteidigungsunion, einer Stärkung Europols und einer wirklichen Zusammenarbeit bei Migration und Flüchtlingen sollten
höchste Priorität genießen. Aber auch ein Abbau von Agrarsubventionen sollte für die EU kein Tabu-Thema sein. Nicht zuletzt könnten hierdurch Mittel für neue Projekte frei werden. Die Deutsch-Französische Zusammenarbeit solle in einem Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten der zentrale Motor sein.

Mehr zu Carl Grouwet findet Ihr auf www.carlgrouwet.de